Mundart

Badisch g’schwätzt und g’lacht

Badisch gschwätztBadisch g’schwätzt und g’lacht

Das Badische hat seine Wurzeln nicht ausschließlich in der Region. Die Einflüsse kommen auch aus der Kurpfalz, aus dem Frankenland und dem alemannischen Sprachraum. An der einen oder anderen Stelle hat sogar das Schwäbische seine Spuren hinterlassen – und dies, obwohl die Badener und die Schwaben sich nicht ganz so sehr mögen.

Für Auswerdige ist das Kauderwelsch oft kaum zu verstehen, da sich sowohl Grammatik als auch Vokabular teilweise erheblich vom Hochdeutschen unterscheiden.
Eine kleine, amüsante Reise durch die badische Mundart zwischen Karlsruhe und Bruchsal. Mit einer umfangreichen Stichwortliste,  bringt dieses Buch das Badische sympathisch in die Herzen der Leser.

Badisch zu verstehen, ist für Nicht-Badener gar nicht so einfach. Der Wortschatz, der oftmals mit dem Hochdeutschen so gut wie keine Ähnlichkeit aufweist, besticht nicht nur durch eine reiche Vielfalt, sondern ist auch stark geprägt von der badischen Lebensart und dem urtypischen badischen Humor.
Eine ausführliche Stichwortliste ist die Basis für dieses Wörterbuch. Zusätzlich erklären einige Comicfiguren mit witzigen Dialogen in 282 Grafiken, die badische Sprache. Alles zusammen macht dieses Buch, die badische Mundart liebens- und lesenswert und sorgt bei Auswärtigen und Einheimischen zugleich für Überraschungsmomente und gute Unterhaltung.

Sie schwätze halt, wie e’ ner der Schnawel gwagse isch.

 

 

Badisch gschwätzt und glacht

Übersetzung:

  • Sie sagt: „Auf der Geisterbahn habe ich Gespenst gesehen.“
  • Er antwortet: „Da hättest du nur in den Spiegel schauen müssen.“

 

Vorwort

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

unsere Mundart in Baden hat ihre Wurzeln nicht ausschließlich in der Region. Die Einflüsse kommen auch aus der Kurpfalz, aus dem Frankenland sowie dem alemannischen Sprachraum. Man kann es kaum glauben, doch an der einen oder anderen Stelle hat sogar das Schwäbische seine Spuren in der badischen Mundart hinterlassen – und dies, obwohl die Badener und die Schwaben sich nicht ganz so sehr mögen.

Die badische Mundart an sich ist nur ein Oberbegriff für die verschiedenen Sprachvarianten, die in Baden benutzt werden. Bereits von einem Dorf zum anderen können wir völlig verschiedene Ausdruckweisen und unterschiedliche Wort-
bedeutungen vorfinden.

Dieses Buch habe ich aus meinem eigenen Sprachgebrauch erstellt. Ich bin nahe Bruchsal geboren, habe aber auch lange Jahre in Karlsruhe gelebt. Doch selbst auf diesem relativ kleinen Raum gibt es in der Mundart teilweise erhebliche regionale Unterschiede. Daher erhebt dieses Buch keinen Anspruch auf die Darstellung „der einzig wahren“ badischen Mundart, ebenso wenig auf Vollständigkeit des Wortschatzes.

Beim Schreiben dieses Buches habe ich gemerkt, welche Freude es macht, in der alten badischen Mundart unterwegs zu sein und sich schräg zu lachen über längst vergessene knackige Aussprüche, die wunderbaren Humor zum Vorschein bringen und vieles an eigenem Erlebtem wachhalten, das man längst vergessen glaubte. Das eine oder andere mundartliche Wort hatte ich mittlerweile sowohl vom Klang auch als von der Schreibweise bereits gar nicht mehr in meinem aktiven Wortschatz, weil in meinem Umfeld die Mundart kaum mehr gesprochen wird und ich auch zwischen Baden und Berlin hin und her wandere.

Trotz aller regionalen Unterschiede haben wir Badener in unserer Mundart ein paar Eigenarten, die man kennen sollte: Tendenziell sprechen wir lieber weiche Konsonanten wie B, D und G statt der harten Laute P, T und K. Auch versuchen wir, die Umlaute Ä, Ö und Ü soweit wie möglich zu vermeiden. Verben mit der Endung „-en“ lassen wir einfach auf „-e“ enden wie z.B. helfe oder singe. Nach dem Motto „doppelt hält besser“ wiederholen wir gerne in einem Adjektiv die Bedeutung des Nomens, z.B. in bleeder Depp. Auch mögen wir Umschreibungen mit tun (morge due Kuche bagge) und Relativsätze mit dem Pronomen wo (der Mann, wo do rennd).

Dieses Wörterbuch ist eine Kombination zwischen einer ausführlichen Wortliste und einem Comic. Dabei ist es aber keine Comic-Geschichte, die sich fortschreibt. Vielmehr sollen einige Protagonisten mit ihren erklärenden Dialogen in den Sprechblasen, die einzelnen und teilweise schwer verständlichen Wörter erklären. Auf diese Weise vermittelt sich auf unterhaltsame Art auch dem Nicht-Badener, wann und wie diese Wortauswahl genutzt wird und vor allen Dingen spiegelt sich der stark ausgeprägte und schlagfertige Humor wieder, der manchmal für ungeübte böse klingt, obwohl er tatsächlich liebevoll und humoristisch gemeint ist. Über jeder Zeichnung habe ich eine kurze Situationsbeschreibung eingefügt. Mit von der Partie in den Comic-Dialogen sind die badischen Herren Ludwig, Heiner, Franz und Erich, die neben den Frauen Elsbeth, Lotte, Gertrud und Traudel, sowie den Kindern Liesel und Walter hilfreich zur Seite stehen.

In den Comic-Dialogen beschreibe ich Alltagssituationen, die im Dialekt von den Figuren vorgetragen, ausgesprochen, beantwortet oder kommentiert werden. In der darunterstehenden Übersetzung ins Hochdeutsche finden Sie die jeweile Bedeutung.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem Buch, das ganz sicher nicht nur ein Nachschlagewerk ist, sondern sich vorzüglich eignet die Lachmuskeln zu trainieren, die Mundart zu pflegen, oder die badische Kultur zu erfühlen. Die Badener mögen die umgangssprachliche Darstellung der Alltagssituationen mit Leichtigkeit nehmen und auch nicht auf Vollständigkeit prüfen. Nicht-Badenern wünsche ich viel Spaß beim Studieren des trockenen badischen Humors.

 

Taschenbuch ISBN 9783740734503
E-Book  ISBN 9783740756406

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