Archiv der Kategorie: Kinder

Barbara Herrmann

Barbara Herrmann ist in Karlsruhe geboren und in Kraichtal-Oberöwisheim aufgewachsen. Ihre Liebe zu Büchern und zum Schreiben begleitete sie während ihres ganzen Berufslebens als Kauffrau. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand sind mehrere Bücher (Romane, Reiseberichte, humorvolles Mundart-Wörterbuch) und ein Kinderbuch von ihr erschienen. Heute lebt die Mutter zweier Söhne mit ihrer Familie in Berlin.

 

Milly Perle und das Geheimnis von Sizilien

Milly Perle und das Geheimnis von SizilienMilly Perle und das Geheimnis von Sizilien – Barbara Herrmann

 

Mein Urlaubsabenteuer

Milly Perle fährt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Sven in den Ferien nach Sizilien. An einem Tag am Strand legt sie sich mit Taucherbrille und Schnorchel auf das Wasser und beobachtet die kleinen Fische, die im Wasser schwimmen. Da wird Milly auf einmal ganz zart von einer Welle umarmt, die sie mit hinaus auf das Meer nimmt. Plötzlich findet Milly sich an einem weißen Sandstrand wieder, und ein Mädchen mit langen, schwarzen Haaren und einem weißen Kleid kommt auf sie zu: Aurora, die Blumenfee von der Blumeninsel Silania.

Welche Abenteuer wird Milly mit Aurora erleben und welche Aufgaben wird sie meistern müssen?
Für Mädchen ab 8 Jahre

E-Book: ISBN  978-3740709822 – überall im Handel  3,49 €

 

Leseprobe

Gemeinsam gehen sie ins Wasser. Es fühlt sich tatsächlich anders an als zu Hause im Schwimmbad. Die Wellen tragen Millys Körper und schaukeln ihn hin und her. Manchmal werden Milly und Sven auch aus dem Wasser geschubst, wenn sie sich am Ufer hinsetzen. Die Wellen haben wirklich viel Kraft.

„Darf ich schnorcheln?“, fragt Milly.

„Ja, aber geh nicht so weit ins Meer hinein, hörst du?“, antwortet Mama.

„Klar, mach ich.“

Milly setzt die Taucherbrille auf und nimmt den Schnorchel in den Mund. Sie legt sich auf das Wasser und beobachtet die kleinen Fische, die im Wasser schwimmen.

Auf einmal kommt eine große Welle auf Milly zu. „Schhhhhhhhhhhhht“ zischt es über ihr, und die Welle verbiegt sich mächtig, um sich unter Milly durchzuschlängeln. Dabei umarmt sie Milly ganz zart und trägt sie mit hinaus auf das Meer. Milly spritzt das Wasser ins Gesicht und sie fühlt sich ganz schwerelos.

Als die Welle sie wieder loslässt, findet sich Milly an einem schneeweißen Sandstrand wieder und sitzt am Ufer des Meeres. Der weiße Sand kitzelt an ihren Zehen. Sie blickt sich um.

„Wo bin ich hier? Wo sind meine Mama und mein Papa? Und wo ist mein Bruder Sven?“, fragt sie leise.

Sie sieht ein Mädchen auf sich zu kommen. Ein Mädchen mit ganz langen schwarzen Haaren und einem schneeweißen, langen Strandkleid.

„Hallo, Milly, ich freue mich, dass du mich besuchst. Ich bin Aurora, die Blumenfee.“

„Wo bin ich hier?“, will Milly wissen.

„Auf der Blumeninsel Silania. Das ist die Insel der Feen. Komm, ich zeige sie dir.“

Aurora streckt die Hand aus und zieht Milly mit sich um einen großen Felsen herum.

Hinter dem Felsen versteckt sich ein Paradies: Bunte Blumen auf einer Wiese, soweit das Auge reicht, und auf der anderen Seite das blaue Meer und viele, viele Palmen. Am Rande der Wiese steht ein schnuckeliges weißes Häuschen, das in der Sonne leuchtet.

Milly staunt. „Ist das schön! Was machst du hier alleine?“, will sie von Aurora wissen.

„Ich bin nicht alleine hier. Schau!“ Aurora breitet die Arme aus und zeigt zum Seiteneingang des Häuschens. Dort sitzen mehrere Feen und arbeiten. Eine näht Kleider auf einer Nähmaschine, eine bastelt Spielsachen, eine strickt Socken, eine schält Gemüse und eine hat sogar ein Laptop und surft gerade im Internet, wie Aurora erzählt.

Alle Feen winken Aurora und Milly zu.

„Was ist eine Fee?“, will Milly wissen.

„Feen sind Wesen aus dem Reich der Träume. Wir kümmern uns um die armen Kinder auf der Welt.“

„Und wie macht ihr das? Könnt ihr zaubern?“

„Ein bisschen schon“, meint Aurora. „Wir haben unseren Zauberstab immer dabei. Und wenn wir sehen, dass ein Kind unsere Hilfe braucht, dann helfen wir.“

„Ich habe noch nie eine Fee gesehen“, sagt Milly.

„Uns kann man normalerweise auch nicht sehen.“

„Und wieso ich? Wieso kann ich dich sehen?“

„Weil du uns immer mal wieder helfen sollst. Aber das erkläre ich dir, wenn du uns wieder besuchst. Freu dich auf die Abenteuer, die du mit uns erleben wirst.“

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