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Lena

Reihe Lena ist eine Romanreihe mit viel Herz. Lena ist eine Dorfschwester, die für alles und jeden eine Lösung parat hat. Tauchen Sie ein die romantischen Liebesgeschichten mit Lena.

Deine Liebe schenkt mir Kraft

Deine Liebe schenkt mir Kraft 

 

Deine Lieber schenkt mir KraftMaria Ganz

Romantischer Roman um eine junge Liebe aus der Romanheftreihe „Lena – Schwester mit Herz

Britta, wohlhabende Erbin eines Weinguts, beginnt gegen den Willen ihres Vaters eine Ausbildung als Krankenschwester. Eines Tages lernt sie Thomas, einen Hilfsarbeiter im Betrieb ihres Vaters, kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Thomas‘ Familie ist in finanzieller Not, und auch Britta steht vor immensen Problemen, weil sie und ihre Mutter von ihrem alkoholkranken Vater terrorisiert werden. Hat ihre Liebe zu Thomas überhaupt eine Zukunft? Doch Lena, die Gemeindeschwester mit Herz, weiß auch in dieser Situation Rat und steht allen Beteiligten helfend zur Seite.

E-Book: ISBN 9783740707620    1,99 €
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Leseprobe

Mit Schwung fuhr Britta auf das Firmengelände und parkte auf den reservierten Plätzen der Geschäftsleitung. An der Sekretärin vorbei betrat sie mit festem Schritt das Büro ihres Vaters, der verwundert aufblickte. Er war es nicht gewöhnt, dass Britta unaufgefordert in der Firma auftauchte. Und Britta ihrerseits freute sich, ihn überrascht zu haben. Ihre Gesichtszüge blieben aber angespannt und sehr wachsam. Sie war auf eine äußerst delikate Auseinandersetzung vorbereitet.

»Was willst du hier?«, fragte er sie ungehalten.

Sie entschloss sich, direkt mit der Tür ins Haus zu fallen. »Vater, ich habe mich entschieden, in der Klinik eine Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen«, eröffnete sie ihm.

»Was willst du? Das kommt überhaupt nicht in Frage! Was bildest du dir ein?«, schrie Frank außer sich vor Zorn und sprang aus seinem Sessel. »Das ist unter der Würde unserer Familie! Du hast das Abitur gemacht, und du wirst Betriebswirtschaft oder Landwirtschaft studieren, damit du die Firma übernehmen kannst! So ist das ungeschriebene Gesetz der Familie. Und jetzt fahre nach Hause. Ich will nichts mehr davon hören!«

Britta trat auf ihren Vater zu, stellte sich hoch aufgerichtet vor ihn, wild entschlossen, keinen Millimeter nachzugeben. Jetzt oder nie, sprach sie sich energisch Mut zu.

»Nein, Vater, das tue ich nicht. Ich studiere nicht und gehe jetzt auch nicht nach Hause. Es ist an der Zeit, Klarheit zu schaffen, und meine Entscheidung ist schon gefallen. Die Klinik hat mir einen Vertrag gegeben. Krankenschwester ist mein Wunschberuf. Mit dem Traktor und den Reben will ich nichts zu tun haben!«, schrie sie zurück, verschwieg ihm jedoch, dass in Wahrheit er der Grund war und nicht die Firma. Sie wollte ihn nicht den ganzen Tag um sich wissen.

Sie trat einen Schritt näher auf ihn zu.

In Franks Gesicht bildeten sich erneut Flecken der Wut. Die Adern über seinen Schläfen traten hervor, und nur mit viel Mühe konnte er sich zurückhalten. Noch nie hatte er seine Tochter geschlagen, und dies sollte auch heute nicht geschehen.

»Nein, du tust, was ich dir sage! Das ist mein letztes Wort. Du hast zu folgen und damit basta!«

Britta wusste, dass sie jetzt durchhalten musste, sonst war sie verloren. Angst kroch in ihr hoch, weil sie gesehen hatte, dass er kurz davor war, die Hand gegen sie zu erheben. Bisher hatte er sie noch nicht angefasst, aber ihr war bewusst, dass die Grenze heute möglicherweise überschritten würde. Sie nahm all ihren Mut zusammen, den sie in dieser höchsten Not aufbringen konnte.

»Nein, Vater! Ich bin inzwischen einundzwanzig Jahre alt. Du hast mir nichts mehr zu sagen, denn es ist mein Leben, und das lebe ich nach meinen Vorstellungen, nicht nach deinen. Du hast dich bisher nicht für mich interessiert, also brauchst du das jetzt auch nicht. Ich jedenfalls werde eine Ausbildung als Krankenschwester machen! Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, ziehe ich ins Schwesternwohnheim. Mal sehen, was deine Bekannten und deine Freunde dazu sagen werden. Du weißt, das spricht sich schnell herum unter den Geschäftsleuten der Stadt, wenn der Vater die Tochter aus dem Haus treibt.«

Frank war erschrocken. So hatte er seine Tochter noch nie erlebt. Das Peinliche war, dass sie richtig lag mit ihrem Plan. Solche unangenehmen Dinge sprachen sich in der kleinen Stadt schnell herum. Das konnte und wollte er sich nicht leisten, zumal die Geschäfte im Moment ohnehin nicht ganz so gut liefen. Außerdem musste er sehr vorsichtig sein. Er wusste, dass seine Frau Isabell sich nicht wehrte, wenn er ihr persönlich zusetzte. Aber im Fall der Fälle würde sie für ihre Tochter kämpfen. Da würde sie mit Sicherheit mehr Mut zeigen. Niemals durfte er zulassen, dass sie zu einem Anwalt ging und die Scheidung einreichte. Er wäre ruiniert, wenn sie von ihrem möglichen Reichtum erfahren würde. Dessen war er sich bewusst, und er hatte die ausweglose Situation blitzschnell erfasst.

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Du bist mein Leben

Du bist mein Leben

Du bist mein Leben

Maria Ganz
aus der Romanheftreihe „Lena – Schwester mit Herz“

Anna-Marie hat vor Kurzem die Wäscherei ihrer Eltern übernommen. Sie ist zuversichtlich, mit frischen Ideen und ihren beruflichen Erfahrungen in der Geschäftsleitung einer Londoner Wäscherei das kleine Familienunternehmen mit seinen fünf Mitarbeitern und seiner etwas verkrusteten Philosophie auf einen neuen Weg bringen zu können. Doch die alten Maschinen, die Abwanderung der Kunden und die plötzliche mysteriöse Erkrankung ihres Vaters bereiten ihr mehr Sorgen, als sie sich jemals vorstellen konnte.

Als sie sich dann auch noch in den Unternehmensberater Paul verliebt, der das Grundstück der Wäscherei für seinen Kunden haben möchte, ist das Chaos perfekt. Anna-Marie verfällt in Sturheit und Aktionismus und fürchtet, die Firma und damit ihre berufliche Existenz zu verlieren. Doch die Gemeindeschwester Lena, die sich um den kranken Vater kümmert, nimmt wie immer die Probleme in die Hand und hilft auch bei Herzensangelegenheiten.

E-Book – ISBN  978-3-740710606   1,99 €
überall im Handel

 

 

Leseprobe

Anna-Marie stützte den Kopf in die Hände und konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Alles, aber auch alles geht schief. Jetzt habe ich mich auch noch in einen Mann verliebt, ausgerechnet in einen, der mir meine Firma wegnehmen will.“

„Ist das der Berater, von dem Sie mir erzählt haben?“

„Stimmt, ich habe es Ihnen ja schon erzählt. Ja, das ist er. Aber als ich ihn kennengelernt habe, wusste ich nicht, wer er ist. Er hat mich mit Berechnung in sein Bett gelockt, weil er mich schneller zur Unterschrift bringen wollte. Und wo er das ganze Wissen über mich herhat, weiß ich auch nicht.“

Lena strich ihr über den Arm. „Sie sehen zu schwarz. Es ist zu viel passiert in den letzten Tagen. Sagen Sie mir, wer der Mann ist, und wenn Sie einverstanden sind, dann spreche ich mit ihm.“

„Das hilft doch alles nichts. Da geht es um das harte Geschäft.“ Anna-Marie sah sie traurig an.

Lena ging um den Schreibtisch herum und stemmte die Hände in die Hüften. „Ach was. Da warten wir erst mal ab. Wir geben nur auf, wenn wir wissen, dass es keinen Sinn macht. Wie heißt er und wo finde ich ihn?“

„Er wohnt im Hotel Plaza und heißt Paul Ackermann.“

„Prima, das ist ja nicht weit. Dann fahre ich schon mal hin“, antwortete Lena und verabschiedete sich.

Schnell stieg sie in ihr Auto. Das kleine Kreuz am Innenspiegel wackelte im Windzug hin und her. Lena sah ihm eine Weile zu und neigte schließlich den Kopf. „Herr, das können wir nicht zulassen. Das ist einfach nicht richtig, was da auf Anna-Marie einbricht. Wie soll ich das jetzt alleine auf die Reihe bringen? Hast du eine Idee? Ich fahre schon einmal los. Du bist doch dabei?“

Energisch startete sie ihren Wagen und fuhr zum Hotel Plaza. Vorsorglich parkte sie aber in der kleinen Seitenstraße. Schnell schloss sie das Auto ab und betrat das Hotel. An der Rezeption fragte sie nach Paul Ackermann. Der freundliche Mitarbeiter rief ihn auf seinem Zimmer an und sagte ihm, dass ihn jemand zu sprechen wünsche, und er stimmte zum Glück zu.

Wenige Minuten später saßen sich in der Lobby gegenüber.

„Was kann ich für Sie tun?“ Paul musterte die junge Frau und versuchte, sie einzuschätzen.

„Ich bin Lena, die Gemeindeschwester. Herr Tauber ist mein Patient, und damit kümmere ich mich auch um die Familie. Lassen Sie uns nicht um den heißen Brei herumreden, Herr Ackermann.“

Paul fühlte sich in die Enge getrieben. „Ich habe keine Ahnung, was Sie meinen. Wir kennen uns doch gar nicht.“

Lena sah ihn ruhig an. „Anna-Marie ist sehr enttäuscht. Sie weiß nicht, was sie von diesem Abend halten soll. Aber das müssen Sie selbst mit sich ausmachen. Schlimmer ist es, dass Sie ihr die Firma wegnehmen wollen.“

Mitten im Gespräch trat eine junge Frau an den Tisch. „Hallo Paul, da bist du ja. Ich habe dich schon überall gesucht.“

„Hallo Irina, wir waren doch gar nicht verabredet. Ich bin gerade in einem Gespräch. Können wir nachher telefonieren?“

„Ganz kurz nur, Paul. Entschuldigen Sie bitte einen Moment.“ Irina nickte Lena zu, und Paul erhob sich sichtlich angefressen. „Paul, du musst dich jetzt ranhalten. Anna-Marie versucht gerade, ein neues Marketingkonzept anzustoßen. Sie hat jemanden eingestellt, und wir wollen das Grundstück auf der anderen Seite nicht. Also tu was. Ich bringe dir heute noch die Umsatzzahlen vom letzten Monat.“

„Wir telefonieren nachher. Du siehst doch, dass ich jetzt keine Zeit habe.“ Paul drehte sich von Irina weg und setzte sich wieder zu Lena.

Lena glaubte, nicht richtig gehört zu haben. „Wenn ich jetzt vorsichtig kombiniere, dann hat diese Frau Ihnen die Zahlen von Anna-Marie versprochen. Ist das vielleicht die Steuerberaterin der Familie Tauber?“

Paul fasste sich in die Haare und senkte den Kopf. „Ich kann dazu nichts sagen. Ich habe einen Auftrag für die Vergrößerung des Autohauses Wagner. Es gibt rechts und links Grundstücke, die passen würden. Entscheiden müssen aber die Inhaber. Und noch etwas ist mir wichtig: Ich habe nicht gewusst, wer Anna-Marie ist, erst recht nicht an diesem bewussten Abend. Würden Sie mich jetzt bitte entschuldigen?“

Lena erhob sich, gab ihm die Hand und verließ das Hotel.

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