So nah kann nur der Himmel sein

 

So nah kann nur der Himmel seinSo nah kann nur der Himmel sein – Barbara Herrmann

Zwei Familien mit dem Zufall auf dem Weg des Lebens.
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht verstehen… Die Geschichte zweier Schicksale, die sich vor der prachtvollen geschichtsträchtigen Kulisse der Kurstadt Baden-Baden begegnen:

Renate steht vor dem Nichts: Ihr Mann wendet sich von ihr ab, weil er mit Ihrer aussichtslosen finanziellen Situation nicht klarkommt. Doch dies bleibt nicht der einzige Schicksalsschlag, den sie einstecken muss. Im Kampf um ihre Existenz erkennt Renate schließlich die Magie des Zufalls und die starke Kraft zwischen Himmel und Erde.

Zu beziehen beim Buchhandel und Internetbuchhandel

 

E-Book:  9783740705879 – Amazon.de sowie Thalia.de und viele weitere Shops  5,99 €

Leseprobe

Er musste sich ganz nah an ihr Gesicht beugen. Ihre Stimme war so leise, dass er sie kaum verstehen konnte. Zärtlich nahm er ihre eiskalte Hand.
„Mir ist eine Frau begegnet auf einer hell erleuchteten Straße“, erzählte Viola.
„Hat sie etwas zu dir gesagt?“, fragte er.
„Ja. Sie hat mich angelächelt und mir gesagt, dass es sehr schön ist, da hinten im Licht.“
Gero kamen die Tränen, und er versuchte, sie mit aller Macht und aller Kraft zu verbergen.
„Wir haben uns auf eine Bank gesetzt, und sie hat ihren Arm um mich gelegt. Es dauerte eine Weile, bis sie mit mir sprach.“
Viola machte eine kurze Pause, bevor sie weiter sprach. „Sie sagte zu mir: ‘Ich habe eine Tochter. Sie ist ungefähr so alt wie Sie. Sie ist da unten, da, wo Sie jetzt noch sind, und sie malt genau so gerne wie Sie. Aber ihr geht es nicht gut. Sie muss seit Jahren kämpfen auf dieser Welt, immer wieder kämpfen, und ich kann ihr nicht mehr helfen. Sagen Sie Bescheid, bevor Sie gehen, dass sich jemand um mein Kind kümmern soll.’ Ja, so sagte sie zu mir.“
Gero spürte es genau. Dieses Gespräch war für Viola sehr anstrengend.
„Verstehst du, was sie meinte?“, fragte Viola.
„Was denkst du denn, was sie gemeint hat?“, fragte Gero zurück.
Er konnte das Ganze nicht verstehen. Es war ihm zu mystisch, und damit war er noch nie in seinem Leben konfrontiert worden. Es war nicht seine Welt.
„Ich soll Bescheid sagen. Sie ist auch eine Frau, die gerne malt“, wiederholte Viola sehr nachdenklich.
Gero sah, wie seine Schwester sich ernsthaft Gedanken über ihren Traum machte. Dann schwiegen sie beide für eine Weile.
„Gero, ich denke, du wirst eines Tages eine Frau treffen, die deine Hilfe braucht. Bewahre meine Galerie für sie auf und helfe ihr in ihrem wahrscheinlich schweren Leben“, bat Viola.
„Das mache ich gerne“, versprach er ihr.
„Ich habe mich oft gefragt, was mich dazu getrieben hat, trotz meiner schweren Krankheit eine Galerie zu eröffnen. Jetzt ist alles klar und deutlich. Nichts ist umsonst, alles hat seinen Grund“, erklärte sie ihm mit letzter Anstrengung.

Zu beziehen beim Buchhandel und Internetbuchhandel

E-Book:  9783740705879 – Amazon.de sowie Thalia.de und viele weitere Shops

 

 

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.