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Planstrasse 146 – Die Straße meines Lebens

Planstr. die straße meines LebensPlanstraße 146 – Die Straße meines Lebens – Barbara Herrmann

Autobiografischer Roman
Die Autorin ist auf der Suche nach sich selbst und will deshalb alles über das Schicksal ihrer Familie, die aus dem Kraichgau in Baden stammt, erfahren.
Im Vordergrund stehen ihre Mutter Emma sowie ihre Großmütter Friedericke und Elisabeth. Warum haben Friedericke und Emma zu ihren dominanten Männern aufgeblickt, diese mit Gehorsam bedient und bis zu ihrem Lebensende ertragen? Wie war das damals auf dem Land, als man der jungen Friedericke ein uneheliches Kind weggenommen und sie mit dem Bauernsohn Jakob verheiratet hat? Warum hat sie ihr schweres und tristes Leben mit zwei Ehemännern und elf Kindern hingenommen und nie rebelliert? Ein zugleich einfühlsamer und spannender Roman, der die Lebenswege dreier Generationen im Rahmen der Geschichte eines ganzen Jahrhunderts nachzeichnet.
E-Book – ISBN 9783740706814 – Amazon.de  sowie Thalia.de und viele weitere Shops  6,99 €

 

Leseprobe

Vater Johann, ein alt aussehender, abgearbeiteter Mann schlürfte mit seinen kaputten, derben Schuhen auf dem Kopfsteinpflaster der Gasse entlang. Sein Rücken war gebeugt, als würde er einen Sack Kartoffeln tragen, das Gesicht vom Wetter gegerbt und faltig, die Haare lockig und zurechtgestutzt. Dabei war er gerade erst fünfundvierzig Jahre alt. Seine Kleidung war erbärmlich, die Hose aus grauem Wollstoff bereits zigmal geflickt und ausgebessert. Der kleine Stehkragen an seinem alten Hemd war dünn und abgescheuert. Die Schildmütze trug er in der Hand, denn trotz der Kälte schwitzte er mittlerweile vom schnellen Gehen. Sein Nachbar, der August, war vor ein paar Minuten zum Großbauer Fritz Ockert gerannt gekommen und hatte hektisch nach ihm gerufen: „Johann, kumm schnell, die Magdalena, des Kind kummt, s’isch soweit.“

Schnell rannte er die Staffeln empor und riss die Tür seines Häuschens auf. Schon bevor er die Schlafstube erreicht hatte, hörte er den ersten Schrei des Kindes, seines sechsten Kindes. Er öffnete die Tür der Schlafstube, seine Frau Magdalena lag im Bett und hatte das kleine Bündel, das in eine Decke eingewickelt war, im Arm.

„S‘isch e Medle“, sagte sie leise. „S‘isch gsund un soll Friedericke heiße“, beendete sie ihren Satz.

Johann stand immer noch vor dem Bett und drehte seine Mütze in der Hand. Schon wieder ein Kind, dachte er, schon wieder ein hungriges Maul.

 

Rezensionen/Presseartikel

Zitat:
…vielen herzlichen Dank für die Überlassung eines Belegexemplars. Als „Oberöwisheimer“ und „Mitautor“ bei der Ortschronik „1200 Jahre Oberöwisheim“ war ich natürlich sehr interessiert und habe mich sofort nach Erhalt dieses Exemplars „eingelesen“. Dieses Buch finde ich ganz toll und gratuliere für die sehr authentische Darstellung einer dörflichen Familiensaga !  Herzliche Grüße aus Kraichtal
Zitat Ende Quelle:Anton Schneider

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