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Badisch g’schwätzt und g’lacht

 

Badisch g’schwätzt und g’lacht

Das Badische hat seine Wurzeln nicht ausschließlich in der Region. Die Einflüsse kommen auch aus der Kurpfalz, aus dem Frankenland und dem alemannischen Sprachraum. An der einen oder anderen Stelle hat sogar das Schwäbische seine Spuren hinterlassen – und dies, obwohl die Badener und die Schwaben sich nicht ganz so sehr mögen.

Für Auswerdige ist das Kauderwelsch oft kaum zu verstehen, da sich sowohl Grammatik als auch Vokabular teilweise erheblich vom Hochdeutschen unterscheiden.
Eine kleine, amüsante Reise durch die badische Mundart zwischen Karlsruhe und Bruchsal. Mit witzigen Dialogen, pfiffigen Comic-Zeichnungen und einer umfangreichen Stichwortliste bringt dieses Buch das Badische sympathisch in die Herzen der Leser.

Badisch zu verstehen, ist für Nicht-Badener gar nicht so einfach. Der Wortschatz, der oftmals mit dem Hochdeutschen so gut wie keine Ähnlichkeit aufweist, besticht nicht nur durch eine reiche Vielfalt, sondern ist auch stark geprägt von der badischen Lebensart und dem urtypischen badischen Humor.
Mit witzigen Dialogen, pfiffigen Comics und einer umfangreichen Stichwortliste macht dieses Buch die badische Mundart liebens- und lesenswert und sorgt bei Auswärtigen und Einheimischen zugleich für Überraschungsmomente und gute Unterhaltung.

Sie schwätze halt, wie e’ ner der Schnawel gwagse isch.

Zur Zeit nicht lieferbar. Wird überarbeitet. Vorbestellungen gern per Mail.

Jesus reicht’s

Jesus reicht'sJesus reicht’s – Barbara Herrmann

Schon seit zweitausend Jahren sieht Jesus dem Treiben der Menschen auf der Erde zu. Doch langsam reißt ihm der Geduldsfaden. Mit großem Aufwand hatte er damals seinen Jüngern gelehrt, was sie predigen und verkünden sollen, aber das Personal wird immer schlechter, und mittlerweile laufen ihm die Schäfchen in Scharen davon.

So entschließt er sich, fünf erfahrende Jünger auf die Erde zu schicken, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Doch Markus, Matthäus, Lukas, Paulus und Judas rauschen von einem Abenteuer ins nächste, denn sie haben durch ihre Arbeit im Himmel keinen blassen Schimmer von der Welt von heute. Jesus’ Sekretärin Tabea kommt schließlich die rettende Idee …

E-Book – ISBN 9783740706395 Amazon.de sowie Thalia.de und viele weitere Shops  3,99 €

Buchtrailer

 

Leseprobe

Jesus saß an seinem Schreibtisch und traute seinen Augen nicht. Er beugte sich leicht nach vorne, um besser aus dem Fenster sehen zu können. Mit seinem Blick durchdrang er die dichte Wolkendecke und verfolgte lange das Geschehen in der Friedrichstraße nahe dem Brandenburger Tor in Berlin. Vor einer eleganten Bar stand ein Pärchen, das lautstark einen Streit ausfocht.

„Wie schlimm bist du denn?“, rief die attraktive blonde Frau ihrem Partner wild gestikulierend zu. „Du schleppst mich in eine Bar, um mit mir einen schönen Abend zu verbringen, und was machst du?“

„Ich habe doch gar nichts gemacht, ich fand das unterhaltsam und dachte, dir gefällt das auch“, versuchte Filippo seine Frau zu beruhigen.

„Du bist ein Scheißkerl, du wolltest nur hierher, um nackte Frauen anzuschauen!“, schrie sie.

„Aber nein, die sind ja nicht nackt, die haben doch alle was an! Zugegeben, etwas wenig, aber ich schwöre, das wusste ich nicht. Mein Kollege Jonas hat mir die Bar empfohlen und gesagt, dass es ein exklusiver Laden sei.“ Filippo nahm ihre Hände und hielt sie dabei auch mit seinen Augen fest. „Beruhige dich doch, ich wollte dich ja nicht brüskieren. Ich habe es wirklich nur auf Empfehlung ausgesucht.“

„Ich glaube dir das nicht, du hast die Frauen ja regelrecht angestiert und sie mit deinem Blick ausgezogen.“

Jesus konnte das nicht mehr mit ansehen. Er bekam ganz hektische Flecken im Gesicht. „Matthäus!“, rief er laut. „Matthäus, du bist doch in Berlin. Geh bitte zur Friedrichstraße, da steht ein Ehepaar vor einer Bar und streitet aus Eifersucht. Hilf ihnen, ihre Gedanken zu sortieren und auf den rechten Weg zu kommen. Es fehlt gerade noch, dass sie sich trennen.“

Matthäus stöhnte, als er das hörte. Er dachte eigentlich, dass er seine Aufgabe inzwischen erledigt hatte und wieder zurück in den Himmel könnte. Er fühlte sich beileibe nicht wohl in der pulsierenden Großstadt, er kannte das alles nicht. Es war schließlich ein paar Tausend Jahre her, dass er als Prediger eingesetzt war. Damals waren die Leute viel bescheidener, sprachen nicht so schnell und dachten nach, wenn er ihnen etwas erzählte. Es war nicht so hell und grell und auch nicht so laut. Solche Kerzen am Wegesrand hatte er noch nie gesehen, die hingen ja an einer Stange und hatten gar keinen Docht. Dabei waren sie riesengroß, und selbst der Wind konnte sie nicht ausblasen. Da waren auch noch diese monströsen Fahrgestelle, die da laut und schnell vorbeirauschten. Ein Glück, dass er noch nicht überrollt wurde. Wo nur die guten alten Holzkarren waren? Und jetzt auch noch das!

„Herr, ich kann das nicht. Ich bin nicht richtig hier! Ich muss nach Hause, das ist nichts für mich“, flehte Matthäus. „Herr, tu mir das nicht an. Ich bin alt.“

„Ach was, du kannst das. Du bist einer meiner Jünger, den ich damals losgeschickt habe, um von mir und meiner Botschaft zu erzählen.“

Inzwischen war Jesus’ Sekretärin Tabea hereingekommen und brachte ihm eine Tasse grünen Tee, den er so liebte. Er nahm einen kleinen Schluck und sah, wie Matthäus um die Ecke kam und direkt auf das Pärchen zuging. Er hatte gewusst, dass Matthäus folgsam sein würde.

Als dieser vor dem Ehepaar stand, erhob er den Zeigefinger. „Ihr habt doch gehört: Du sollst nicht ehebrechen! Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“ (Mt 5, 27-28)

Filippo fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. Vor ihm stand ein bärtiger alter Mann, der eine braune Kutte und Sandalen trug. Seine Haare waren weiß, lang und struppig. Voller Ernst sprach dieser wirres Zeug von Ehebruch. Und was sollten sie gehört haben? Er wusste von nichts. Der Alte hatte ihm gerade noch gefehlt. „Was mischt du dich hier ein, alter Mann?“, fragte er ungehalten.

 

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Oma dreht durch

Oma dreht durchOma dreht durch – Barbara Herrmann

Oma Gerda hat die Nase voll. Sie hat ihren starrköpfigen, dominanten Ehemann überlebt und ist sich sicher, dass es jetzt nur noch besser werden kann. Doch anstatt endlich das Leben neu zu beginnen, wird sie von ihrer Tochter und deren Kindern eingespannt.

Als sie eines Tages das Zimmer ihrer Enkelin aufräumt, stolpert sie über deren E-Gitarre. Wie unter Zwang legt sie los und lässt die Rock ’n‘ Roll-Zeit ihrer Jugend wiederauferstehen.

Der kurze Ausflug in die Vergangenheit legt in Gerda einen Schalter um. Sie erinnert sich an das alte Motorrad ihres Mannes, das immer noch im Schuppen steht, packt einen Koffer und ihre winzige Rente und verlässt das Haus. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in deren Verlauf Gerda sogar eine Musikerkarriere startet …

Ein turbulenter und kecker Roman über das Leben der alten Junggebliebenen – erzählt mit einem Augenzwinkern und einer großen Portion Humor.

 

Zu beziehen über den Buchhandel und Online-Buchhandel.

Print: ISBN 978-3740705633  9,99 €
E-Book: ISBN 978-3740792350   5,99 €

Amazon.de sowie Thalia.de und viele weitere Shops

Leseprobe:

Endlich war es so weit. Es konnte losgehen. Das Motorrad war fertig und schnurrte wie ein Kater. Ab heute würde Gerda frei sein, frei wie ein Vogel im Wind.
Es war Vormittag, ihre beiden Enkelinnen waren in der Schule und ihre Tochter in ihrer Kanzlei. Wie immer um diese Zeit war sie allein im Haus. Und auch wie immer musste sie jetzt eigentlich im ersten Stock die Schlafzimmer aufräumen und die Betten machen. Schließlich war sie ja so etwas wie die Haushälterin ihrer Familie.
Aber heute war alles anders. Ihr Herz klopfte bis zum Hals, als sie das Zimmer ihrer Enkelin Josefine betrat. Doch anstatt mit der Arbeit zu beginnen, griff sie nach der Gitarre, die wie üblich in der Ecke stand. Genau vor drei Monaten, an einem Montag, hatte sie auch hier gesessen und sich mit der Gitarre in der Hand zum ersten Mal nach mehr als einem halben Leben der Unterdrückung so richtig wohl gefühlt.
Und genau wie vor eben diesen drei Monaten griff sie auch jetzt in die Saiten, entlockte der E-Gitarre die ersten Töne und schmetterte mit lauter Stimme: „It’s now or never, come hold me tight. Kiss me my darling, be mine tonight …“
Am Ende des Liedes kullerten dann ein paar Tränen. Die Gefühle überwältigten sie einfach, denn heute begann ein neues Leben, ein Leben, von dem sie keine Ahnung hatte, wie es ablaufen würde. Ein Leben, das ebenso beschissen wie phantastisch sein konnte. Mit fünfundsechzig ging es ab in die Zukunft.
Energisch stellte sie die Gitarre an ihren Platz, ging nach unten in ihr Zimmer, zog den gepackten kleinen Reisekoffer, der noch aus den Fünfzigern stammte, unter dem Kleiderschrank hervor und stellte ihn an die Tür. Raus aus dem Kleid und rein in die Lederkluft ihres verstorbenen August, Motorradmütze und Motoradbrille auf, Handtasche umgehängt, ein letzter Blick in den Spiegel – und dann rauf auf die Maschine und ab ging die Post.
Zwei Stunden lang fuhr sie über die Dörfer und Landstraßen in Richtung Norden, bis sie an einer großen Tankstelle den ersten längeren Stopp machte. Mit einem Kaffee und einem Brötchen setzte sie sich an einen Tisch, an dem bereits ein älterer Herr seine Suppe löffelte.
Nachdem er Gerda eine Weile aus den Augenwinkeln betrachtet hatte, fragte er voller Neugier: „Na, als Motorradbraut unterwegs?“„Klar doch. Und du? Etwa als Rentner?“
„Natürlich, das sieht man doch. Aber auch ich habe eine Motorradhose an. Schau!“ Er erhob sich kurz und drehte sich vor ihr einmal um die eigene Achse. „Ich bin Abraham. Wie heißt du, und wo fährst du hin?“
„Ich heiße Gerda. Und ich bin auf dem Weg nach …“ Gerda erschrak vor ihren eigenen Worten. „Wenn ich ehrlich sein soll, ich weiß nicht, wohin ich fahre. Ich war so frech und bin vor meiner Familie getürmt.“
„Hey, das klingt aber spannend. Wie kommt es, dass du dich dazu entschlossen hast?“
Gerda überlegte einen Moment und begann, herzhaft zu lachen. Als sie sich wieder beruhigt hatte, rutschte sie näher zu ihrem Nachbarn und erzählte ihm: „Ich habe die E-Gitarre meiner Enkelin genommen, It’s now or never geschmettert, mich an meine Jugend und meine Freiheit erinnert und dann beschlossen, meine vierzigjährige Knechtschaft hinter mir zu lassen und noch einmal neu durchzustarten.“
Abraham starrte sie mit offenem Mund an. „Du bist Musikerin?“
„Wenn du das so nennen willst. Ich habe früher in einer Band gespielt und natürlich auch gesungen. Ich war wirklich ein verrücktes Huhn und habe die Zeit des Rock ‘n’ Roll geliebt.“
„Wow, was für eine nette Begegnung. Ich bin auch einer aus dieser Zeit und auch ein Musiker.“
„Und wo wohnst du?“
„Ich lebe in Berlin.“
Gerdas Augen verdunkelten sich, und sie senkte den Kopf. Jetzt musste sie doch ein paar Tränen verdrücken.
„Hast du was, Gerda?“
„Ne, ich habe nur einen sentimentalen Moment. Ich hätte dir gerne gesagt, dass ich in den Urlaub oder eben auch nach Hause fahre. Aber nichts von alledem stimmt. Ich habe kein Zuhause, und ich weiß auch noch nicht, wohin ich fahre.“
Abraham legte ihr den Arm um die Schulter. „Komm, Gerda, fahre hinter mir her in die Hauptstadt. Da pulsiert das Leben, und das ist der richtige Ort, um ein neues Leben zu beginnen.“
„Meinst du?“
„Ja, das meine ich. Ich bringe dich schon vorübergehend irgendwo unter und helfe dir, wo ich kann.“
„Na dann! Auf nach Berlin.“ Gerda lachte über das ganze Gesicht und zog ihre Motorradjacke an.
Abraham folgte ihr, und gemeinsam düsten die beiden Richtung Berlin.

 

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